Eine große Frau ist uns vorausgegangen

Bereits am 24. August 2022 ist Ruth Nowakowski gestorben. Nach Auskünften von Freunden ist sie friedlich eingeschlafen. Im Alter von 95 Jahren ist diese große Frau aus St. Hedwig uns vorausgegangen.

Für mich war Ruth Nowakowski eine wirklich beeindruckende Persönlichkeit: Energisch, kraftvoll, zielgerichtet und mit einem riesigen Herz.

Frau Nowakowski und Father Leonard beim Basar 2018

Ich habe sie erst in ihrem „2. Leben“, nach ihrer Pensionierung als Oberstudienrätin, kennengelernt, in dem sie sich Ihrer Arbeit in Uganda widmete. In der Pfarrei und darüber hinaus hat sie unermüdlich für ihre Arbeit, ihre Gefährten in Uganda geworben und Geld gesammelt. Beim jährlichen Basar stand Frau Nowakowski im wahrsten Sinne des Wortes physisch mit ihrem Stand im Mittelpunkt.

2013 waren wir neugierig und baten Frau Nowakowski uns mehr über ihre Tätigkeit für Uganda zu erzählen. Und wir erfuhren zu unserem Erstaunen, dass sie bis dahin bereits 5 große Projekte umgesetzt hatte. Auf vielen Fotos und in einer Messe mit dem Thema „Uganda“ stellte Frau Nowakowski ihre Arbeit noch einmal der Pfarrei vor. Wir waren erstaunt. Alle wussten, dass diese Frau Projekte unterstützte und durchführte. Aber welchen Umfang dies hatte, wurde mir und manch anderem erst dann bewusst.

Und diese Arbeit führte sie unermüdlich weiter fort: Immer wieder im kleinen, privaten, aber auch im öffentlichen Rahmen, z.B. in Interviews beim NDR. Im Spätsommmer 2019 lud sie nochmals zu einem Informationsabend zu ihrem Lebenswerk ins Gemeindehaus ein. Bestimmt zwei Stunden präsentierte sie quicklebendig im Stehen ihre Arbeit in Uganda, untermauert durch viele Fotos.

Erzbischof Stefan beim Besuch am Basarstand von Frau Nowwakowski beim Basar 2019

Darüber hinaus sang sie viele Jahre bei den Rainbow Singers mit, einem wirklich internationalen Chor in unserer Pfarrei.

Wie diese Frau bis an ihr Lebensende auf dieser Welt die Kraft, den Mut und die Liebe fand so viel zu helfen und zu arbeiten, finde ich faszinierend. Auch wenn ihre Gesundheit manche Herausforderung für sie darstellte und manches Unglück sich ihr in den Weg stellen wollte, sie machte weiter, erfüllt von einer Hoffnung für eine bessere Welt, für ein besseres Leben für die Menschen, insbesondere auch in Uganda.

Für mich war und ist diese Frau ein herausragendes Vorbild dafür, wie Christen leben und wirken können. Sie hinterlässt eine große Lücke. Wir werden sie vermissen … nicht nur beim Basar am 1. Advent.

Eine große Frau ist uns vorangegangen … und damit meine ich nicht die englische Königin, sondern Ruth Nowakowski.

Das Requiem findet am Freitag, den 23. September 2022 um 9:30 Uhr in St. Hedwig statt. Die Urne wird am 30. September um 14 Uhr im Kolumbarium des Marien Doms in Hamburg beigesetzt.

Thomas Raab

Ökumenische Kanutour am 02. September 2022

Am Freitagnachmittag, 2. September, waren wir mit 11 Jugendlichen der Kirchengemeinden St. Katharina von Siena und Vicelin-Shalom auf der Alster unterwegs. Die Voraussetzungen waren perfekt: Schon bei der Abfahrt in St. Annen begrüßte uns strahlender Sonnenschein bei angenehmen 25 Grad.

Der Startpunkt für unsere Kanutour war an der Mellingburger Schleuse, wo wir zunächst vorsichtig in den Fluss gestiegen sind. Durch den flachen und teilweise engen und bewachsenen Oberlauf der Alster sind wir dann Stück für Stück Richtung Poppenbüttel gepaddelt. An der Schleuse gab es dort ein kleines Picknick und einen Impuls für den Rückweg.

So konnten wir uns anschließend in den Kanu-Kleingruppen über verschiedene Fragen austauschen, wie z.B. Hast du einen Lieblingsplatz in der Natur? Was ist der interessanteste Gegenstand, den du besitzt? Wenn du eine Zeitmaschine hättest, wohin würdest du reisen?

Mit anderen Worten: es war lustig, bunt, nachdenklich, philosophisch und der Weg zurück zur Mellingburger Schleuse fühlte sich ziemlich kurz an. Zum gemeinsamen Abschluss gab es dann noch Weintrauben, Falafel und Schokomuffins – und die Erkenntnis, dass es ja vielleicht nur der Auftakt war zu weiteren ökumenischen Jugendtouren…

Johannes Feindler

Pastor Ulatowski wechselt nach Schwerin

Pastor Ulatowski verlässt unsere Pfarrei und wechselt zum 1. Oktober 2022 in die Pfarrei St. Anna in Schwerin.

Wir wünschen ihm für sein neues Einsatzgebiet alles erdenklich Gute und Gottes Segen!

Die Verabschiedung findet am Sonntag den 18. September nach der Familienmesse bei uns in St. Hedwig statt.

Seit August verstärken bereits zwei neue Priester unser Pastoralteam: Pater Zephyrin (als 50% Stelle) und Pastor Amowe werden Aufgaben von Pastor Ulatowski übernehmen.

Viele Grüße

Ihre

Anja Speidel

Eine Gottesdienstfeier … mal ganz anders

Am vergangenen Sonntag, den 28. August 2022, haben Katharina Hochhaus (Gemeindereferentin in der Pfarrei Hl. Martin) und Sebastian Fiebig dreißig Menschen in Bewegung gebracht: Es ging auf dem Fahrrad durch das Quellgebiet der Pinnau in Henstedt-Ulzburg.

Vom Bahnhof Ulzburg-Süd, dem größten Bahnhof auf dem Gebiet der Gemeinde St. Hedwig, starteten wir bei perfektem Wetter mit nur leichtem Gegenwind am Nachmittag, um einen Fahrradgottesdienst in ökumenischer Offenheit zu feiern. Abseits der Straßen ging es über schöne Pfade in die Natur.

Thematisch hatten die beiden Psalmen aufgegriffen, die mit Quellen und sprudelndem Wasser zu tun haben. Sebastian Fiebig sagte in einem Radiointerview mit Carlo von Tiedemann auf NDR 90,3: „Eine Quelle ist da oft ein Bild für Gott, der mich stärkt, mich lebendig macht, der mir neue Kraft gibt.“ Und genau das bekamen wir dann auf der Rundfahrt im die Quelle der Pinnau zu sehen, hören, riechen und schmecken und fühlen.

Fast 2 Stunden ging es über ca. 4,5 km Rundstrecke und 7 Stationen mal mehr, mal weniger laut durch den Ort. Es war schon gewöhnungsbedürftig mit lautem Singen an der AKN zu starten. Später folgte ein lautes Klingelkonzert zum Gloria … und zum Glück gab es am Höhepunkt der Tour – ja, es gibt auch einige Steigungen in Henstedt-Ulzburg – dann aus dem selbsterstellten Brunnen eine erfrischende Stärkung.

Ich war erst skeptisch, ob sich ein Gottesdienst, verteilt über sieben verschiedene „Standorte“ zu einem Ganzen zusammenfügt. Aber für mich zeigte sich, dass in Gottes Natur ein Gottesdienst auch so zu einem Ganzen zusammenwächst und sich auch aus einer Gemeinschaft von 30 Menschen unterwegs eine kleine Gemeinde bildet.

Rückblickend, mit erst noch schmerzendem Hintern (nach nur 4,5 km) und etwas nervender Schulter (die Gitarre musste in einer Rückentasche mitreisen) war es ein schönes Gemeinschaftserlebnis mit vielen bekannten und unbekannten Gesichtern. Und der Fisch-Karabiner baumelt jetzt an meinem Stadtrucksack und begleitet mich so weiter.

Katharina, Sebastian, danke für diesen schönen Gottesdienst in Gottes Natur mit einer tollen Gemeinde … und den Weg durch das Quellgebiet der Pinnau werde ich jetzt immer ein wenig anders sehen.

Thomas Raab