Norddeutschland – Maria und Josef im Friesennerz?

Wetterfest müsste die Heilige Familie schon sein, um in unseren Breitengraden im Stall zu übernachten. Und so entstand im EKO-Club die Idee „Wir bauen Krippenfiguren aus Ytongsteinen“. Alle waren sofort mit Feuereifer dabei, suchten sich eine Schablone für ihre Krippenfigur, zeichneten sie auf den Stein, und begannen mit Sägen und Raspeln arbeiten. Am Ende der Gruppenstunde standen im strömenden Herbst-Regen, der erste Wettertest war bestanden – auch bei den Clubbern, neben einigen halbfertigen Figuren, ein Schaf und ein Kamel fertig auf der Wiese. Bald kamen weitere Figuren dazu, es wurde eine Liste angelegt und geschaut, was noch gebraucht wurde.

Als es dann Dezember wurde, stellte sich den Kindern die Frage, wo sie denn einen Stall herbekommen sollten, ein Zaun und ein Stern wären auch noch schön…. Jeder schaute zu Hause und siehe da, ein altes Haus wurde neu gestrichen, ein Vater baute noch eine Beleuchtung ein und der Stall war fertig. Aus Stöcken und Latten wurde ein Zaun zusammengehämmert. Auch ein Stern wurde gespendet. Viele Eltern wirkten an diesem sehr kalten Dienstag tatkräftig mit und so wurde es bei Kinderpunsch ein EKO-Club-Familien-Projekt.

Jetzt wurde der Stall und die Figuren von einigen EKO-Clubbern unter dem Tannenbaum im Innenhof aufgebaut. Noch ist Christus nicht in der Krippe, noch ist der Hirte mit seinen Hunden und Schafen nicht bei Maria und Josef angekommen, aber lange wird es nicht mehr dauern. Die Könige und Kamele sind noch länger unterwegs. Mal sehen, wer sie entdeckt!

Zum Glück müssen wir nicht durchgehend wetterfest sein und so lädt auch unsere weihnachtlich geschmückte Kirche mit ihrem sieben Meter hohen Weihnachtsbaum und der Krippe mit ihren einzigartigen Tonfiguren zum Verweilen und Betrachten der Weihnachtsgeschichte im Warmen ein.

Susan Swinka & Anja Jakobs

Weihnachten 2021 in unserer Pfarrei

Advent, Advent,
ein Lichtlein brennt.
Erst eins, dann zwei,
dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.

Und wenn das fünfte Lichtlein brennt,
dann hast du Weihnachten verpennt!

Mit diesem, etwas scherzhaften, Kinderreim begann die Predigt von Generalvikar Ansgar Thiem in der Vorabendmesse am vergangenen Samstag in St. Hedwig.

Ein überraschtes Raunen unter den Gottesdienstbesuchern war deutlich vernehmbar. Ein Generalvikar mit derart „weltlichen“ Worten. Und dann noch die Frage, ob man Weihnachten wirklich „verpennen“ kann?

Was hätten Sie darauf geantwortet?

Wenn ich ehrlich bin, hat mich die Predigt von Generalvikar Thiem nachdenklich gemacht und wurde in unserer Familie noch stark diskutiert.

Kann man Weihnachten „verpennen“? Jesus Christus auch nachträglich zum Geburtstag gratulieren? Verschieben oder sogar ganz vergessen, einfach mal ausfallen lassen?

Sicherlich lautet Ihre Antwort, „natürlich nicht“!

Bedingt durch die Pandemie ist es bereits eine sehr herausfordernde und belastende Zeit. Aber wie wäre es eigentlich, Weihnachten erst nach Weihnachten zu feiern? Dann, wenn aller Trubel vorbei und wieder Ruhe eingekehrt ist. Um dieses Fest wieder neu und magisch werden zu lassen, verschieben auf die Zeit danach? Eine Zeit mit mehr Stille…ein wünschenswerter Gedanke…

Auch dieses Jahr wird es wieder ein Weihnachtsfest in einer nicht aufhörenden Pandemie sein. Letztes Jahr waren unsere Kirchen nicht gut besucht. Wie wird es dieses Jahr mit 3G sein?

Wie werden Sie sich entscheiden? Über Ihren Besuch in unseren Gottesdiensten würden wir uns sehr freuen! Seien Sie herzlich willkommen zu unseren Weihnachtsmessen, die wir Ihnen in diesem Jahr wie folgt anbieten können:

Bitte beachten Sie die Anmeldezeit für alle Messen ab dem 13. Dezember ab 10 Uhr online auf der Webseite unserer Pfarrei bzw. telefonisch im Pfarrbüro!

Und wenn das fünfte Lichtlein brennt, dann hast du Weihnachten verpennt.

Nein, Weihnachten kann man nicht verpennen. Weihnachten ist in unseren Herzen und darum hoffe ich, dass Sie alle Weihnachten so feiern können, wie es Ihr Herzenswunsch ist.

Eine gesegnete Adventszeit und ein wundervolles Weihnachtsfest

wünscht Ihnen im Namen des Gemeindeteams

Ihre

Anja Speidel

Frohe und gesegnete Weihnachten!

Liebe Freunde von St. Hedwig,

dies ist nun das dritte Weihnachtsfest, an dem wir Euch mit den Hedwigs-Nachrichten begleiten dürfen. Vielen Dank an alle, die uns in den vergangenen Monaten so ausdauernd mit Neuigkeiten, Berichten und Fotos über St. Hedwig versorgt haben. Ohne Euch könnte es diese Seite nicht geben.

Jetzt steht ein so anderes, einsames Weihnachtsfest vor der Tür. Nur wenige von uns haben wahrscheinlich so etwas in ihrem Leben erleben müssen.

Wir wünschen Euch allen, auch in dieser dunklen Zeit, frohe und gesegnete Weihnachten und Hoffnung auf das Versprechen, das uns mit der Geburt Jesu durch Gott gegeben wurde.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Euch allen.

Thomas Leidreiter und Thomas Raab

Ökumenischer Fernsehgottesdienst auf NOA4

„Fürchtet euch nicht“ ist der ökumenische Fernsehgottesdienst aus Norderstedt am 1. Weihnachtstag, 25.12.2020 um 10 Uhr überschrieben. Die freudige und stärkende Botschaft des Weihnachtsfestes rückt bei der Feier mit Weihnachtsbaum und Krippe in den Mittelpunkt.

Der Norderstedter Fernsehsender NOA4 überträgt den Gottesdienst aus der Christuskirche in Norderstedt. Geistliche aus allen Konfessionen und viele Musiker gestalten ihn. Das Besondere bei den Dreharbeiten: In den Kirchen wird ohne anwesende Gemeinde, mit zeitlichem und örtlichem Abstand gedreht. Damit ist eine Mitfeier vieler Menschen am Bildschirm möglich und zugleich die Verbundenheit mit den Gemeinden in Norderstedt deutlich.

Mit dem Weihnachtsgottesdienst knüpft NOA4 an die erfolgreichen Fernsehgottesdienste aus der ersten Jahreshälfte an. Damals waren die Kirchen geschlossen, und der Sender übertrug jeden Sonntag einen ökumenischen Gottesdienst, den die Norderstedter Kirchen gemeinsam gestaltet hatten. NOA4 sendet im Norderstedter Kabelnetz von WilhelmTel und ist auch im Livestream auf www.noa4.de zu sehen.

Der Gottesdienst wird am gleichen Tag um 18 Uhr wiederholt sowie am 26. Dezember um 10 Uhr. Anschließend können die Sendungen im Videoportal Vimeo angesehen werden unter vimeo.com/user24299938.

Ihr
Pastoralreferent Sebastian Fiebig

Weihnachten 2020

Verständlicherweise sind unsere Gottesdienste derzeit wenig besucht.

Aber: Ein Besuch außerhalb des Gottesdienstes lohnt sich derzeit doppelt: Denn – seit gestern ist sie aufgebaut – unsere Krippe, mit den liebevoll handgearbeiteten Figuren von Christine Buchholz. Ein Unikat in St. Hedwig.

Der Weihnachtsbaum mit den Anhängern der ursprünglich geplanten Trecker-Weihnacht

Ich empfehle Ihnen in die Kirche zu kommen, wenn es draußen schon ein bißchen dunkel geworden ist. Vor der Kirche begrüßt Sie ein strahlender Weihnachtsbaum geschmückt mit den Anhängern, die eigentlich jeder Besucher der Trecker-Weihnacht erhalten sollte. Die Anhänger können Sie sich nun gern mitnehmen, sie werden regelmäßig nachgehängt.

Weihnachten 2020 in St. Hedwig

In der Kirche erstrahlt ein weiterer Weihnachtsbaum im hellen Glanz und wurde vom Aufbauteam wieder liebevoll mit Sternen und Engeln behängt.

Aber das Highlight ist unsere Krippe. Hier gibt es jedes Jahr immer wieder etwas Neues zu entdecken. Machen Sie sich doch gern selbst ein Bild davon.

Um mit den Worten, der leider bereits verstorbenen Künstlerin zu sprechen:

So hat St. Hedwig in all den Jahren eine, wie ich hoffe, ganz unverwechselbare Gemeindekrippe bekommen, die uns berührt – alle Jahre etwas anders, aber alle Jahre wieder!

Und das schönste daran ist: Weihnachten kann nicht abgesagt werden.

Auch wenn viele von Ihnen derzeit nicht in die Weihnachtsgottesdienste kommen können, so ist doch Weihnachten auch das, was wir in unseren Herzen spüren!

Und eines eint uns im Glauben: Die Feier zur Geburt Jesu.

Ja, es ist eine schwere Krise in der wir uns alle momentan befinden. Das Gemeindeleben in St. Hedwig ist in diesem Jahr fast vollständig zum Erliegen gekommen. Aus der so lebendigen Gemeinde ist nicht mehr viel übriggeblieben.

Aber, es gibt einen Hoffnungsschimmer. Und bis dahin lassen Sie uns bitte alle weiterhin in Gedanken miteinander verbunden bleiben.

Und wie es dann im nächsten Jahr weitergeht, hängt dann auch von jedem Einzelnen von uns ab. Ich persönlich habe weiterhin große Hoffnung, dass wir nach der Krise gestärkt und mit neuer Kraft unser ruhendes Gemeindeleben wieder aufleben lassen können. Dafür brauchen wir jeden Einzelnen von Ihnen mehr denn je!

Erinnern Sie sich noch an unser Motto vom 50-jährigen Jubiläum? Es lautete: Miteinander hier- und füreinander da! Dieses Motto wartet darauf erneut in die Tat umgesetzt zu werden.  Ich freue mich bereits darauf, jeden von Ihnen bald wieder persönlich begrüßen zu können, auch wenn es wahrscheinlich noch ein paar Monate dauern wird. Vielleicht treffen wir uns bei einem Besuch an der Krippe?

Auf dem Weg zur Kirche hängt seit Advent ein neues Banner am Gemeindehaus, mit dem Text: Fürchtet Euch nicht! Wir stehen zusammen – nicht nur in der Ökumene in Norderstedt sondern auch oder gerade in St. Hedwig! Ein unsichtbares Band verbindet uns, egal wo wir sind und was wir gerade machen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest mit ganz viel Zeit für die Menschen, die uns wichtig sind im Leben!

Bleiben Sie weiterhin von Gott behütet und voller Hoffnung. Aber vor allem: bleiben Sie bitte alle gesund!

Viele Grüße

Ihre
Anja Speidel

PS: In der heutigen Atempause auf Noa4 am Mittwoch, den 23. Dezember 2020, ab ca. 18:45 Uhr, spricht Sebastian Fiebig zum Thema „An der Krippe versammelt“ aus St. Hedwig! Da kann man unsere Krippe auch noch einmal im Fernsehen sehen.