Unsere Kirche St. Hedwig ist nun offiziell Kulturdenkmal

Mit großer Freude und auch ein wenig Stolz dürfen wir bekanntgeben:
Unsere Kirche St. Hedwig, erbaut und geweiht im Jahr 1969, wurde vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein offiziell zum Kulturdenkmal ernannt.

Diese Auszeichnung würdigt nicht nur die besondere geschichtliche, architektonische und geistliche Bedeutung unserer Kirche. Einen großen Anteil daran haben auch die wunderschönen bunten Kirchenfenster. St. Hedwig ist damit nicht nur ein Ort des Glaubens und der Gemeinschaft, sondern nun auch ein anerkannter Teil des kulturellen Erbes unseres Bundeslandes.

Die Anerkennung als Kulturdenkmal ist ein Zeichen dafür, dass unser Kirchengebäude von besonderem historischen und kulturellen Wert ist. Sie stellt es unter den Schutz des Denkmalschutzgesetzes des Landes Schleswig-Holstein. Ziel ist es, die bauliche Substanz und den charakteristischen Ausdruck der Kirche langfristig zu bewahren.

Für uns als Gemeinde bedeutet dies:

  • Wertschätzung für unserer Kirche
  • Verantwortung für ihren Erhalt
  • Unterstützung und Beratung bei zukünftigen Baumaßnahmen
  • Bewahrung dieses Ortes für kommende Generationen

Mit der neuen Auszeichnung geht auch eine Verantwortung einher: Wir wollen unsere Kirche weiterhin pflegen, erhalten und mit Leben füllen. Möge St. Hedwig auch in Zukunft ein sichtbares Zeichen des katholischen Glaubens und ein kultureller Ankerpunkt in unserer Stadt bleiben.

Wir danken allen, die sich in der Vergangenheit für den Erhalt unserer Kirche eingesetzt haben – und allen, die dies auch künftig tun werden.

Viele Grüße
Anja Speidel
Im Namen des Gemeindeteams

Mehr Infos unter: https://efi2.schleswig-holstein.de/dish/dish_pdf/dish_pdfgenerate.php?id=55524

40 Jahre bunte Kirchenfenster in St. Hedwig

Am 24. August 1984 wurden die Künstler Siegfried Assmann, Franz Dewald und Manfred Willers um einen Entwurf für die Gestaltung unserer Kirchenfenster gebeten. Am 1. März 1985 vergab der damalige Kirchenvorstand den Auftrag an den Künstler Franz Dewald.

Bereits 7 Monate später, am 6. Oktober 1985, gab es die feierliche Übernahme der handgemalten Fenster.

Dies ist nun schon 40 Jahre her. Und so wird es Zeit, sich mit den Fenstern wieder näher zu beschäftigen:

Ausgeführt wurden die Arbeiten seinerzeit von der Firma „Karlsruher Glaskunstwerkstätten und Glasmalerei Reinhard Herbold“. Es wurde mundgeblasenes Echt-Antik-Glas verwendet. Jedes einzelne Glasstück wurde nach dem Zuschneiden vom Künstler einzeln bemalt, dann gebrannt und anschließend in der Werkstatt verbleit.

Die Eingangsfenster an der Westseite zeigen die Zerstörung der alten Welt. Die sieben Engel mit den Posaunen blasen den Ruf zu Gericht. Die Komposition ist bewegt und spannungsreich. Überwiegend kühle Farben kontrastieren mit aufflammenden warmen Tönen. Der starke Hell-Dunkel-Kontrast der Farbflächen bestimmt zusätzlich die Dynamik des Bildes.

Thema des Altarfensters gegenüber an der Ostseite ist das neue Jerusalem, der Lebensbaum und seine Früchte. Die architektonischen Formen sind in überwiegend warmen Tönen gehalten. Sie werden durch den teils groß-, teils klein-formatigen Raster des Liniennetzes der Verbleiung gebunden.

Die Nord- und Südfenster stellen die Gleichnisse von den klugen und törichten Jungfrauen bzw. die Sämanns- und Weinberggleichnisse dar.

Die ausführliche Beschreibung der Kirchenfenster finden Sie ab Seite 90 in der Broschüre zum 50jährigen Jubiläum von St. Hedwig und als einzelnes Blatt. Beides liegt auf dem Tisch im Eingang der Kirche aus. Eine weitere Beschreibung finden Sie HIER.

Wir sind froh und dankbar, dass der Kirchenvorstand vor 40 Jahren entschieden hat bunte Fenster einbauen zu lassen.
Die Kirchenfenster erzählen nicht nur biblische Geschichten sondern sorgen auch für eine schöne Atmosphäre im Kirchraum. Sie erzeugen durch das eingefangene und gefilterte Sonnenlicht eine einzigartige und besondere Atmosphäre, die den Raum in ein wechselndes Farbenspiel taucht, was eine sehr bewegende und erhabene Stimmung erzeugt und einfach wunderschön anzusehen ist.

Danken wir Gott für diese wundervollen Fenster: Im Gottesdienst am Sonntag den 12. Oktober haben wir alle Gelegenheit dazu!

Viele Grüße
Ihre
Anja Speidel